Übersicht zur QMS-Leitlinie

"Information und Beratung des Patienten - Erstverordnung"

                                                                (PZ Heft 32/2000)

(Die geforderten Aktivitäten entsprechen den gesetzlichen Vorgaben des
§ 20 der Apothekenbetriebsordnung)

- Formale Prüfung der Verordnung

- Inhaltliche Prüfung (Indikation, Kontraindikation, Wechselwirkungen)

        Wenn der Apotheker, z.B. aufgrund der Patientencharakteristika, der
        Anwendung anderer Arzneimittel auf Verordnung oder im Rahmen der
        Selbstmedikation, eine Wechselwirkung oder Kontraindikation vermutet,
        prüft er dies aufgrund der Angaben des Patienten und (falls erforderlich)
        durch Rücksprache mit dem verordnenden Arzt.

- Informations- und Beratungsinhalte vermitteln

        • Basisinformationen zur Dosierung und Anwendung
          (Der Apotheker sollte sich vergewissern, ob der Arzt Anweisungen für die Dosierung
           gegeben hat, und diese auf Plausibilität prüfen.)
        • Informationen zur Wirkung des Arzneimittels
        • Informationen über häufig auftretende Nebenwirkungen
          (die Verunsicherung hervorrufen können oder die zu einer Rücksprache mit Arzt oder
           Apotheker führen sollten)
        • Informationen über relevante Nebenwirkungen
          (die eine Rücksprache mit dem Apotheker oder Arzt erfordern bzw. sofort zu
           Therapieabbruch führen müssen)
        • wichtige Hinweise
          (z.B. Arzneimittel kühl lagern, Alkohol und/oder bestimmte Nahrungsmittel meiden,
           Beeinflussung des Reaktionsvermögens, UV-Licht meiden, Wechselwirkungen in der
           Selbstmedikation, Wechselwirkung mit Kontrazeptiva, Verhalten bei Eintritt einer
           Schwangerschaft)
        • Rückfrage beim Patienten, ob weitere Fragen bestehen
 

- Unterstützende Maßnahmen

        • Packungsbeilage kennzeichnen
        • Aufkleber
        • Kopiervorlagen, Computerausdrucke für den jeweiligen Wirkstoff
        • Informationsmaterialien abgeben, z.B. zur Erkrankung, Ernährung
        • Zusatzempfehlungen, z.B. Diät, Verhaltensregeln
        • Applikationshilfen
 

- (Patientendatei, ggf. anbieten)

- (Pharmazeutische Betreuung, ggf. anbieten)